Wird hier nur Staub aufgewirbelt?

 

   Der Mord hätte verhindert werden können

Synonym für Polizist: Schutzmann

(ein Mann der schützt)

„In der Haut des Polizisten möchte ich nicht stecken. Wenn bei einem Hilferuf am Telefon nur von einer Bedrohung mit der Waffe gesprochen wird, müssen wir sofort ausrücken. Da gibt es keine weiteren Diskussionen. Es ist auch egal ob der Anrufer die Waffe gesehen hat oder nicht, ob er sagen kann ob die Waffe echt oder unecht ist, ob sie geladen oder nicht geladen ist. Ob die Farbe der Waffe schwarz oder gar eine andere Farbe hat. Es wird unverzüglich ausgerückt. Woher will der Polizist denn am Telefon erkennen, ob der Anrufer bereits mit einer Waffe am Körper bedroht wird und der Anrufer nur etwas sagt, damit die Polizei bloß nicht ausrückt. Der Polizist hätte auf jeden Fall einen Streifenwagen einsetzen müssen“- Aussage eines Polizisten aus Bochum 


Kurz nach der Tat habe ich im Fernsehen eine Sendung von Toto und Harry gesehen. In dieser Folge mussten sie mit einem Streifenwagen zur Bochumer Innenstadt ausrücken, weil dort ein Huhn frei herumläuft. Es gibt weitere Einsätze, bei denen es um lapidare Sachverhalte geht. Sie müssen auch mehrmals zur gleichen Adresse ausrücken.

Wie sagten Toto und Harry: Es sind viele Bagatellfälle dabei, aber es nützt ja nichts, wir müssen allem nachgehen.

So eine Berufsauffassung lobe ich mir.

 

Sehr geehrter Herr Polizist,

bitte fühlen Sie sich angesprochen, wenn Sie den Notruf meines Bruders angenommen haben:

 

Noch heute stehe ich (aber noch viele weitere Menschen) fassungslos da und kann überhaupt nicht verstehen, warum Sie keinen Streifenwagen eingesetzt haben. Es ist schon der helle Wahnsinn, was wir während der 14 Minuten hören müssen. Im Verlaufe des Gesprächs hört man heraus, dass mein Bruder mit zunehmender Dauer immer mehr resigniert. Bettelt förmlich um Hilfe und bekommt sie dann doch nicht.

Frage an den Polizisten: Wie würden Sie vorgehen? Ihre Gedanken sind mir wichtig! 

Nach dem Hilferuf meines Bruder, hätte ich gerne ein Brainstorming gemacht, Sie fangen an!!!!!!!!!

Mein Bruder ruft über die 110 den Notruf an und schildert eine Bedrohung mit der Waffe und mal hält es für nicht nötig einen Streifenwagen einzusetzten? Nach welchen Verhältnissen wird denn da gehandelt?

Wie kann ein Hilferuf nur so enden? Warum setzt der Polizist keinen Streifenwagen ein?

Mit den  Erkenntnissen aus der Hauptverhandlung hätte der Mord für mich verhindert werden können!!!!!!!!  


 

Günter

"Weil der mich da eben wie ich die Sicherung rein getan habe, hat er mit der Knarre hinter dem Rücken da gestanden."

(Gott sei Dank hast du dies auch handschriftlich notiert! Was wäre nur, wenn du dies nicht gemacht hättest?)

 

Polizist antwortet: Wieso fühlen Sie sich denn jetzt bedroht von dem?

???

Günters Ausführungen beim Notruf: Weil der mich da eben wie ich die Sicherung rein getan habe, hat er mit der Knarre hinter dem Rücken da gestanden.

Polizist antwortet: Haben Sie die gesehen?

Günters Handschriftliche Notizen

 

Michaels Gedanken: Ich stelle mir ernsthaft weitere Fragen: Wie wäre das Gespräch bei einem Verkehrsunfall verlaufen? Würde man vielleicht beim Notruf am Telefon fragen, wer war Schuld am  Unfall? Können Sie schon erkennen, wer Schuld am Unfall hat? Wissen Sie nicht auch, wie viele Stundenkilometer der Unfallverursacher gefahren ist?

Seit der Erfahrung aus diesem Notruf bin ich mir mittlerweile unsicher, ob dass nicht vielleicht bei einem Notruf, den ich vielleicht einmal tätigen muss, bei Ihnen, sehr geehrter Herr Polizist, einmal vorkommt.


Günter

"Nur, noch mal, wenn der mir gleich die Knarre zeigt und ich hab das auf Video, ist dass ne Drohung?

Polizist: Das kommt drauf an, was der mit der Waffe machen würde.

Meine Frage an Sie Herr Polizist: Mein Bruder ist erschossen worden, dass hat er mit derKnarre gemacht! Aber dass wissen Sie ja bereits. Wenn mein Bruder sie nochmal fragen würde, wüssten Sie jetzt worauf es ankommt???

Günters Ausführungen beim Notruf: Nur, noch mal, wenn der mir gleich die Knarre zeigt und ich hab das auf Video, ist dass ne Drohung? Ja?

Polizist antwortet: Das kommt drauf an, dass kann man so nicht sagen. Kommt drauf an, was der mit der Waffe machen würde.

Günters Ausführungen beim Notruf: Aha, o.k.

Polizist antwortet: Das kann man so pauschal nicht sagen. Was ist denn, wenn er die Sicherung raus dreht, geht dann auch die Heizung aus, oder wie ist das?

Michaels Gedanken: Würde es reichen, wenn ich nur mit dem Kopf schüttel? Was würden Sie meinem Bruder heute sagen???

Aber heute ist es leider zu spät: MEIN BRUDER IST TOT!!!

Von  Ewald L., von dem er sich bedroht fühlte, vor dem er mittlerweile ein bisschen Schiss hatte, weil er ihn mit einer Waffe bedrohte. Das ist nicht Grund genug, zu reagieren?

Außerdem kann ich den Übergang von der Waffe über die Sicherung rausdrehen zur Heizung nicht ganz nachvollziehen.


Günter

"Aber er ist Sportschütze und er hat Waffen im Haus."

(Wenn die Polizei nicht weiß, ob Ewald L. Sportschüzte ist, wer dann? Hier hätte man doch ohne Weiteres in der Datenbank nachschauen können. Wenn ich in diesem Berufsfeld "zu Hause" wäre, dann hätte ich das an Ihrer Stelle gemacht, sehr geehrter Herr Polizist!")

 

Günters Ausführungen beim Notruf: Aber er ist Sportschütze und er hat Waffen im Haus.

Polizist antwortet: Ja, die können wir ihm abner jetzt nicht abnehmen?

Günters Ausführungen beim Notruf: Ja gut, er sagt er ist Sportschütze...

Polizist antwortet: Ja, weiß ich nicht, ob der Sportschütze ist. Aber selbst wenn, wir können doch jetzt nich hingehen und ihm die Waffen abnehmen.

Michaels Gedanken: Bei Ihrer Aussage gehen wir die  Nackenhaare hoch! Mein Bruder sagt, dass Ewald L. selber gesagt hat, dass er Sportschütze ist und Sie fragen sich nich aufgrund der Umstände, warum der Ewald L. dass sagt? Sie schauen noch nicht einmal in Ihrer Datenbank nach, ob es stimmt. Sie wissen es ja nicht, aber es scheint Ihnen ja auch egal zu sein. Klingelt es nicht bei dem Wort Waffen??? Haben Sie nicht die Möglichkeit dem ohne Weiteres nachzugehen? Was sagen Sie dazu, dass mein Bruder von diesem Sportschützen ermordet wurde? Wie sagten Sie, sie können doch nicht hingehen und ihm die Waffen abnehmen. In der Hauptverhandlung haben wir erfahren, wei einfach es doch sei, einem Sportschützen die Waffen abzunehmen. Wenn es doch für uns so einfach ist, wieso dann nicht für Sie? Eine Frage, die nichts mit dem Thema zu tun hat: Wann endet der Nachtdienst bei der Polizei? Aber nicht zufällig zwischen 04.25 Uhr und 05:00 Uhr, oder?


Günter:

"Vielleicht habe ich dass sogar auf Video. Ja, gucken sie mal, der ist Sportschütze. (...)"

Günters Ausführung beim Notruf: Da macht dann eben der Untermieter eben, der Herr Ewald L…., der macht hier den Strom aus. Vielleicht habe ich das sogar auf Video. Ja, gucken sie mal, der ist Sportschütze.

Günter weiter: Wenn ich jetzt unten bin, dass hat er ja eben schon angekündigt, wenn ich hier die komplette Sicherung raus, hab ich wieder an gemacht. Dann sagt Ewald L. dann "eh, machen sie nur weiter so“.

Polizist antwortete: Aha.

Der macht also die kompletten Sicherungen raus, d. h., der Strom ist jetzt weg, die Heizung funktioniert nicht, oder wie es dass?

Michaels Gedanken: Bereits nach Ihrem 5 Satz kommen Sie auf die Heizung zu sprechen, von der mein Bruder bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gesprochen hat.  Diese funktioniert seit diesem Tag nicht mehr, liegt es vielleicht daran, dass Sie von einem Polizeieinsatz an diesem Tag Kenntnis hatten? War dieser Einsatz um Mitternacht nicht schon in Ihrer Schicht?


Polizist

"Was soll dass strafrechtlich jetzt sein? Außer dass sie zwei offensichtlich ein Problem miteinander haben was die Polizei nicht lösen kann."

(Was soll dass strafrechtlich jetzt sein? Dass frage ich mich beim Notruf auch. Da ich mich in diesem Bereich nicht gut genug auskenne, da ich diesen Beruf nicht erlernt habe, bin ich außer Stande zu sagen, was dass jetzt strafrechtlich sein soll. Habe ich eigentlich erwähnt, dass mein Bruder Mauerer gelernt hat? Diese Frage wird aber sicherlich ein Richter klären können. Vielleicht kann ich mir später die Frage beantworten. Wenn man doch erkannt hat, dass zwei Personen ein Problem miteinander haben und dann auch noch Ordnungshüter ist, soltle man in dieser Funktion nicht helfen?)

Polizist antwortete: Ja, das Problem ist, wenn der die Sicherung raus macht und die wieder rein tut, was soll das strafrechtlich jetzt sein? Außer die zwei offensichtlich ein Problem miteinander haben was die Polizei nicht lösen kann.

Günters Ausführung beim Notruf: Dass ist mein Vermieter.

Polizist antwortete: Nein, nein, dass ist ja egal, ob dass der Vermieter ist oder nicht. Nur, wie soll die Polizei das jetzt lösen, sie haben offensichtlich ein Problem miteinander, warum auch immer.

Polizist weiter: Weiß auch nicht, wer da jetzt Auslöser ist oder wer da Recht hat, dass kann ich gar nicht beurteilen, will ich auch gar nicht beurteilen.

Michaels Gedanken: Können Sie mir sagen, was dass strafrechtlich sein soll, wenn die Polizei für ein Huhn in der Innenstadt mit einem Streifenwagen ausrücken muss??????????? Wieso sind Sie sich eigentlich sicher, dass das „Problem“ die Polizei nicht lösen kann? Es wird immer über ein Problem gesprochen, ist der Begriff Problem (Synonyme: Aufgabe, Angelegenheit, Knacknuss, Fall, Forschungsgegenstand) nicht bekannt? Das Problem ist, der Vermieter sagt meinem Bruder, ist Ihnen nicht aufgefallen, dass mein Bruder voher von einem Ewald L. gesprochen hat?


Polizist:

"Selbst wenn ich das jetzt notiere, dann ist das am nächsten Morgen unter der Masse der neuen Einsätze ist das verschwunden. Dat ist einfach so Herr Nießen."

(Wenn ich mir so etwas bei meinem Arbeitgeber leiste, werde ich entlassen! Wie ist das bei der Polizei?)

 

Günters Ausführung beim Notruf: Aber Sie notieren das?

Polizist antwortet: Wie soll ich das notieren? Wir kriegen jeden Tag so viele Einsätze und so viele Anrufe und selbst wenn ich das jetzt notiere, dann ist edas am nächsten Morgen unter der Masse der neuen Einsätze ist das verschwunden. Dat ist einfach so Herr Nießen.

Michaels Gedanken: So etwas habe ich ja noch nie gehört und schon gar nicht im Zusammenhang mit einem Notruf! Werden bei der Polizei keine Protokolle geschrieben? Werden diese Anrufe nicht computermäßig archiviert? Um bei den Synonymen zu bleiben: Es ist für mich schon grob (unfein, derb, rau, ruppig) fahrlässig (nachlässig, achtlos, unachtsam, leichtfertig, leichtsinnig)!


Polizist:

"Also ich sag mal, am besten ist es, Sie legen sich jetzt auch mal hin...

(Ach so, mit dem Hinlegen ist die Situation bereinigt?)

 

Polizist antwortet: Also ich sag mal, am besten ist es, Sie legen sich jetzt auch mal hin...

Günters Ausführung beim Notruf: ... das werd ich auch machen.

Polizist antwortet: Ne, und das sollte der Herr Ewald L. jetzt auch machen und dann sollte Ruhe sein für heute und dann muss man das morgen vielleicht über den Rechtsanwalt irgendwie klären lassen, was denn da Sache ist, ja?

Günters Ausführungen beim Notruf: Da habe ich ja keinen Einfluss drauf. (Dies stand im Übrigen nicht im polizeilichen Protokoll - was mir absolut unerklärlich ist...)

Michaels Gedanken: Ja Günter, was soll ich sagen? Der Polizist sagt zu dir, dass es am besten ist, dass du dich mal hinlegen sollst. Jetzt liegst du schon seit dem 27.04.2008 und es wird so bleiben. Warum hatte gerade dieser Polizist Dienst als du Hilfe benötigt hast? Der hätte vielleicht einen Streifenwagen eingesetzt und Ewald L. wäre eingeschüchtert gewesen bzgl. seiner Waffen. Und dann ist das Wortprotokoll der Polizei noch nichtmal vollständig. Deine Worte "Da habe ich keinen Einfluss drauf" ist nicht aufgenommen worden. Warum ist mir total unverständlich.


Polizist:

"Wissen Sie was, wir können vorbei kommen und mit dem Herrn Ewald L. oder wie er heißt, können wir reden. Nur, dass ist ja keine Lösung."

(Wieso ist der Polizist sich da so sicher, dass das keine Lösung ist? Warum hat man es nicht einfach versucht oder gar gemacht? Warum wurde vorher mehrmals ein Streifenwagen eingesetzt als deine Vermieter oder Ewald L. die Polizei angerufen haben? Warum nicht bei deinem Notruf?)

Polizist antwortete: Wissen sie was, wir können vorbei kommen und mit dem Herrn Ewald L.(Mörder) oder wie er heißt, können wir reden. Nur, dass ist ja keine Lösung. Wir können ja jetzt nicht jeden Tag, wenn Sie dann irgendwie wieder ein Problem haben, der eine die Sicherung raus dreht, der andere vielleicht zu laut ist oder den Müll nicht richtig raus räumt oder was weiß ich was da so ansteht, wir können doch nicht jeden Tag jetzt kommen? Dass muss ja irgendwann mal vernünftig geregelt werden unter den beiden Personen.

Polizist weiter: Da kann ja die Polizei letztendlich nichts machen. Im Grunde genommen.

Günters Ausführung beim Notruf: Da haben sie vollkommen Recht.

Günter weiter: Das Problem ist, ich hab mit meinem Vermieter und dass ist die Familie ….., da habe ich ein Problem mit, aber der Herr Ewald L. (Mörder), der andere Mieter hier, der schaltet sich jetzt ein und am Samstag hatte ich schon mal einen Stromausfall und jetzt gerade eben hat der die Sicherung wieder runter gemacht…

Michaels Gedanken: Hier gibt mein Bruder eine Information, dass es ein Problem zwischen den Vermietern und ihm gibt. Der andere Mieter schaltet sich jetzt da ein. Eine Information die doch eindeutig ist. Oder? Dieser Hinweis von meinem Bruder zeigt doch auch wieder, dass etwas überhaupt nicht in Ordnung ist. Hier schreibe ich es noch mal:

 Der andere Mieter schaltet sich da jetzt ein! 


Polizist:

"Nur was sollen wir jetzt machen? Der dreht die ja raus und dreht die direkt wieder rein?"

(Was Sie machen sollen? Wie wärs mit Hilfe, sehr geehrter Herr Polizist?") 

 

Polizist antwortete: Nur was sollen wir jetzt machen? Der dreht die ja raus und dreht die direkt wieder rein?

Michaels Gedanken: Wieso haben sie keinen Streifenwagen losgeschickt? Mein Bruder wusste nicht mehr, was er machen soll, deswegen hat er Sie ja angerufen! Und Sie wollen von meinem Bruder eine Antwort auf die Frage, die Sie beantworten müssen?!

Michael weiter: Die Aussage des Polizisten „Sie können sich als Polizei jetzt doch nicht vor jedem Sicherungskasten setzen“ finde ich schon als sehr provokativ. Dass hat mein Bruder überhaupt nicht gefordert. Ein Vorschlag, was Sie hätten machen können wäre für mich hier angebracht gewesen.

Wie sagt Günter: Nee, beim besten Willen, dass möchte ich ja gar nicht. Er wollte eigentlich nur Ihre Hilfe, deswegen hat er ja schließlich den Notruf gewählt!

Günters Ausführung beim Notruf: Mein Bruder sagt zu Ihnen, der geht hier hin und stört hier meinen Frieden!

Polizist anwortete: Ja ähm

Michaels Gedanken: Kennen Sie das Synonum für stört? Anfeindet, stänkert, streitet, bekämpft, hindert, hemmt, diese Synonyme sind Ihnen bestimmt durch Ihre gewissenhafte Arbeit bekannt! Oder? Wenn sich doch jemand gestört fühlt, wird doch bestimmt ein Streifenwagen eingesetzt. oder? Wenige Stunden voher haben Sie es beim Ewald L. (Anruf: 24:00 Uhr) doch auch getan. Da ist doch ein Streifenwagen ausgerückt. Warum nicht bei meinem Bruder?


Polizist:

"Ich würde mich bedroht fühlen, wenn er die Fäuste hoch nimmt."

(Ach so, bei Fäuste fühlen Sie sich bedroht und bei einer Waffe nicht?)

 

Polizist antwortet: Ja gut, der hatte die Hände auf dem Rücken. Wissen Sie, ob der was in der Hand hatte? Jetzt zu sagen, der hatte die Hände hinter dem Rücken, deswegen fühle ich mich bedroht, ja eh. Ich würde mich bedroht fühlen, wenn er die Fäuste hoch nimmt.

Polizist antwortet: Ja gut, aber ...

Günters Ausführungen beim Notruf: Ja gut, ich frag ja nur.

Polizist antwortet: Also ich denke mal, dass ist ein bisschen dürftig.

Michaels Gedanken: Sie sagen "ich würde mich bedroht fühlen, wenn er die Fäuste hoch nimmt". Wenn nachst um 04:25 Uhr jemand in der Türe steht und auf sie wartet, die Hände hinter dem Rücken verschränkt hat, man meint, er hätte eine Pistole in der Hand und man irgendwo gehört hat, dass er Sportschütze ist und es ja dann tatsächlich sein kann, dass Ewald L. Waffen hat. Da meinen Sie, dass das nicht so schlimm ist? Aber schlimm wäre es, wenn Ewald L. die Fäust hoch nimmt? Langsam dürfen Sie sich selbst mal an den Kopf fassen, oder? Mir fehlen hierzu die Worte...


Günter:

"Ich ruf jetzt nicht umsonst, also mittlerweile krieg ich ein bisschen Schiss."

(Sie gehen total darüber hinweg! Ist es nicht Ihre Pflicht jemandem zu helfen, der Angst hat?)

 

Günters Ausführungen beim Notruf: Ich rufe jetzt nicht umsonst, also mittlerweile krieg ich ein bisschen Schiss.

Polizist antwortet: Ja, gut. Ich denke mal, wenn Sie sich jetzt ins Bett legen und mal ne Runde schlafen, wat der Herr Ewald L. auch tun sollte, dann müsste in Ihrem Haus bis morgen früh erst mal Ruhe sein und dann kann jeder zuerst zu seinem Rechtsanwalt gehen und gucken, dass man das irgendwie anders regelt. Nur, ich sehe im Moment jetzt keine Möglichkeit, da was zu machen, also zu sagen, der bedroht mich, weil er in der Tür steht und hat die Hände auf dem Rücken, ndas ist, denke ich mal, ein bisschen wenig.

Günters Ausführungen beim Notruf: Sie sind ja nicht mein Beratertelefon.

Polizist antwortet: Ne, wir können ja nicht zivilrechtlich oder bürgerliches Recht anbelangt, dafür sind wir mit Sicherheit keine Experten. Das müssen andere machen.

Michaels Gedanken: Einen Streifenwagen hätten Sie doch einsetzen müssen um den Dingen, die im Verlauf des Notrufs gefallen sind, nachzugehen! Oder? Sie müssen sich doch vor Ort einen Überblick verschaffen, oder? Es ist doch so, dass die Polizei die Vorfälle aufnehmen muss! Oder sehe ich dass falsch? Waren Sie nicht verpflichtet, meinem Bruder zu helfen? Es fällt auf, dass Sie meinem Bruder immer wieder ins Wort fallen!


Günter:

"du störst mich und dann stör ich dich."

(Das wird dir um 04:25 Uhr von Ewald L. gesagt und was sagt der Polizist? "Ja, dat ist ja alles")

Günters Ausführung beim Notruf: Nee, wie ich da hin gegangen bin und er dann gesagt hat, du störst mich und dann stör ich dich.

Polizist antwortete: Ja, dat is ja alles…

Michaels Gedanken: Na was wollten Sie den hören? Ist Ihnen nicht aufgefallen, wie ausdruckvoll dass gesagt wird?


Günter:

"Das ist das Letzte, dass ich die Polzei dafür anrufe."

(Diese Ausführung spricht für mich Bände!!!)

 

Günter Ausführung beim Notruf: Das ist das Letzte, dass ich die Polizei dafür anrufe.

Polizist antwortete: Ja, ja, … Ja. Ich weiß aber trotzdem nicht, wie wir dass strafrechtlich einsortieren sollen. Dass ist eine Sache, dass müssen Sie irgendwann mal aus der Welt schaffen, ich weiß ja auch nicht, was Sie jetzt mit Ihrem Vermieter da haben oder wie Ihr Vermieter drauf ist, keine Ahnung. Dass muss ja irgendwie mal geregelt werden, die Polizei kann ja nicht ständig die Streitereien da im Hause beseitigen.

Michaels Gedanken: Der Täter hat es ja, wie Sie zu sagen pflegen, aus der Welt geschafft oder geregelt. Wie Sie ja auch sagen: Die Polizei kann ja nicht ständig die Streitereien da im Hause beseitigen. Lieber Polizist, vielleicht ist es Ihnen ja durchgegangen, (oder wie sagen Sie noch zu einem späteren Zeitpunkt des Hilferufs: Wie soll ich dass notieren? Wir kriegen jeden Tag so viele Einsätze und so viele Anrufe und selbst wenn ich dass jetzt notiere, dann ist dass am nächsten morgen unter der Masse der neuen Einsätze ist das verschwunden. Dat ist einfach so Herr Nießen.) mein Bruder hat in dieser Nacht das erste mal überhaupt einen Hilferuf abgesetzt. Sie reden von ständigen Streiterein. Im Augenblick bin ich hilflos, können Sie mir helfen? Mein Bruder sagt, dass er als letztes die Polizei dafür anrufe. Wieso sind bei Ihnen nicht alle Arlarmsignale aktiviert worden?


Günter:

"Ich sage dass ja jetzt."

(Das Wortprotokoll gibt diese Passage überhaupt nicht wieder. Es sind nicht die einzigen Sätze, die einfach nicht aufgeschrieben wurden. Warum dass so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.)

 

Polizist antwortet: Ja, sehen sie. Ja, aber das können wir ja auch nicht beweisen, sie sagen der stand in der Tür und Sie gehen davon aus, der hat eine Waffe hinter dem Rücken, aber das wissen sie nicht genau und deswegen hat er sie bedroht. Hm, tut mir leid, dass ist ein bisschen wenig, ne?

Michaels Gedanken: Bei Durchsicht der Akte konnten wir feststellen, dass es bei der Niederschrift des Notrufs Abweichungen vom tatsächlich geführten Notruf gibt. Warum dass so ist dürfen Sie mir gerne mal erklären, sehr geehrter Herr Polizist!

Polizist antwortet: Ja, wie gesagt, ich weiß nicht, wie ich Ihnen helfen soll. Das sind Streitigkeiten im Haus, die müssen irgendwie gelöst werden. Nur, das kann die Polizei nicht machen, denn wir können uns nicht mit Ihnen, mit Ihrem Vermieter und mit dem Herrn Ewald L. oder wie der heißt, an einen runden Tisch setzen und versuchen, das Problem zu lösen. Keine Ahnung was da vorliegt, ne? Ich will ja auch keinem die Schuld geben oder wie auch immer. Das kann ich gar nicht.

Michaels Gedanken: Sie sprechen selbst von Problemen - wieso haben Sie nicht gehandelt? Warum hat mein Bruder Sie angerufen? Bestimmt nicht, um Ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen!!! Wieso haben Sie nichts unternommen?


Polizist:

"Nein, nein, weil wenn Sie im Rechtsschutz sind, dann würde ich die ganze Sache mal beim Rechtsanwalt vortragen und ..."

(Was passiert mit Bürgern, die nicht rechtschutzversichert sind?)

 

Polizist antwortet: Wir haben ja keinen Grund dafür.

Günters Ausführungen beim Notruf: O.k.

Polizist antwortet: Sind Sie beim Rechtschutz Herr Nießen?

Günters Ausführungen beim Notruf: Dass ist ja eine andere Sache.

Polizist antwortet: Nein, nein, weil wenn sie im Rechtschutz sind, dann würde ich die ganze Sache mal beim Rechtsanwalt vortragen und ...

Günters Ausführungen beim Notruf: Ich habe den Wecker schon gestellt, morgen früh um acht Uhr klingelt der Wecker und dann ruf ich direkt an, denn ich fühle mich von dem Herrn Ewald L. bedroht.

Michales Gedanken: Wie Sie ausführen, hatten Sie keinen Grund dem Herrn Ewald L. die Waffen abzunehmen. Hatten Sie auch keinen Grund einen Streifenwagen einzusetzen? Es ist für mich absolut unverständlich. Ist es üblich, dass sie die Rechtschutzversicherung ansprechen? Macht mann das so bei der Polizei? Wollten Sie das "Problem" in andere Hände geben? Oder hätte vielleicht die Rechtschutzversicherung bei der Polizei um einen Streifenwagen bitten sollen? Was sagen Sie eigentlich zu Menschen, die keine Rechtschutzversicherung haben?

Außerdem wieder der Hinweis meines Bruders, dass er sich bedroht fühlt. Mit Verlaub, sehr geehrter Herr Polizist, Ewald L. ist der Mörder meines Bruders und von ihm fühlte er sich bedroht!!! 


Polizist:

"Ja, aber irgendwas ist ja da im Hause nicht in Ordnung."

(Wie wahr, wie wahr, aber ein Streifenwagen wird nicht eingesetzt")

 

Günters Ausführung beim Notruf: Die Heizung ist sowieso aus...

Polizist antwortet: ... dass ist sowieso aus? Ach so.

Günters Ausführung beim Notruf: ... dass ist mir auch scheiß egal.

Polizist antwortet: Ja, gut.

Günters Ausführung beim Notruf: Da lach ich ja mittlerweile drüber.

Polizist antwortet: Ja, aber irgendwas ist ja da im Hause nicht in Ordnung.

Günters Ausführung beim Notruf: Ne, ne, dass ist ja eine ganz andere Sache.

Polizist antwortet: Ja.

Michaels Gedanken: Es wird immer nach der Heizung gefragt, was ist mit der Bedrohung der Waffe? Der Polizist führt immer wieder aus, dass es Probleme gibt und dass was nicht in Ordnung ist. Nachgehen will er dem aber auch nicht. Ich kann dass nicht verstehen und werde es wohl auch nie verstehen!


Polizist:

"Hat der nix anderes zu tun, kann der nachts nicht schlafen oder was? Dass ist für mich schleierhaft.

(Das ist ja interessant, alles schleierhaft! Sie stellen sich selbst die Frage und unternehmen nichts? Mir fehlen die Worte!)

 

Günters Ausführung beim Notruf: Der, aber jetzt hier, dass der die Sicherung mitten in der Nacht raus macht.

Polizist antwortet: Ja, ich weiß nicht was dass soll, dass ist für mich schleierhaft, hat der nix anderes zu tun, kann der nachts nicht schlafen oder was?

Polizist antwortet: Also ich würde, wenn ich nicht hier sitzen müsste, ne Runde schlafen und nicht irgendwelche Sicherungen raus drehen.

Günters Ausführung beim Notruf: Nochmal, ich belästige Sie ungern nachts...

Michaels Gedanken: Kennen Sie das Synonym für schleierhaft? Rätselhaft, geheimnisvoll, unverständlich, unbegreiflich, unerklärlich usw. Es kommt Ihnen also schleierhaft vor? Wenn  mein Bruder Ihnen zum wiederholten Male sagt, dass er Sie nicht gerne belästigt, was muss er wohl gedacht haben? Nachdem Sie ihm auch mehrfach gesagt haben, dass Sie nicht wissen, was Sie machen sollen muss es meinem Bruder ja schon peinlich gewesen sein Sie überhaupt anzurufen.


Günter:

"Ich denke, dass ich ganz vernünftig bin."

(Da hast du es auf den Punkt gebracht. Was musstest du nur alles über dich ergehen lassen. Die Anzeigenserie, die Lügen über die nicht gezahlte Miete usw.)

 

Polizist antwortet: ... nein, dass ist keine Belästigung, dafür sind wir ja da. Ich weiß im Moment nicht, was wir da machen sollen?

Michales Gedanken: Wie wärs mit  Hilfe?

Günters Ausführung beim Notruf: Richtig, nur ich wollt mich dann mal informieren, Sie sagen, Sie können da nix machen.

Polizist antwortet: Wie gesagt, ich sehe da im Moment keinen ... Streitigkeiten im Haus, die irgendwo sicherlich gelöst werden müssen, weil das so nicht weitergeht, aber ich sehe im Moment vor allen Dingen jetzt wo Sie auch was getrunken haben sollen, so Sie ja selber sagen, Sie haben was getrunken, ...

Günters Ausführung beim Notruf: ... Ja.

Polizist antwortet: ... Keine Möglichkeit, dass man da zwei Parteien vernünftig an einen Tisch holt, wie gesagt, ich weiß auch nicht welche Vorgeschichte da so ist, da im Einzelnen, dass muss man sicherlich alles mal überlegen und ähm, irgendeiner muss dann auch mal vernünftig sein...

Günters Ausführung beim Notruf: ... ja, ich denke, dass ich ganz vernünftig bin.

Polizist antwortet: Und dann muss das Ganze mal zu einem Ende geführt werden. Und wenn man notfalls auszieht und irgendwo anders hinziehen muss, wenn es nicht geht, geht es nicht mehr. Und wenn Sie sagen, Sie haben schon Probleme mit Ihren Vermietern. Unabhängig davon, dass der Vermieter nicht unbedingt Recht haben muss, aber dass sind ja schon Situationen, die sind sehr unglücklich.

Michaels Gedanken: Ja genau, mein Bruder ist ganz vernünftig und er will nur, dass ihm geholfen wird! Und was machen Sie? Nichts!!!


Günter:

"Entschuldigen Sie noch mal die Störung."

(Wie muss du dich gefühlt haben während des Notrufs? Du entschuldigst dich zum wiederholten Male!)

 

Günters Ausführung beim Notruf: Äh, entschuldigen Sie noch mal die Störung.

 


 

Am 19. Januar 2009 wurde gegen den Polizisten, welcher den Notruf angenommen hat, Strafanzeige erstattet. Hier haben wir bis heute noch keine Entscheidung von der Staatsanwaltschaft erhalten. Auch der Landrat hat bislang noch nicht reagiert.

 

In Kürze hierzu mehr...

 


 

Auszug aus Michaels Brief an den Landrat Spelthahn vom 18.12.2008

Polizei:       Es gab ein Hilfeersuchen von meinem Bruder bei der Polizei. Dieser Telefonanruf wurde 4 Wochen vor der Tat von meinem Bruder getätigt. Er hatte dies über die Telefonnummer 110 durchgeführt. Hier berichtet mein Bruder über eine Bedrohung mit der Waffe. Das er mittlerweile ein bisschen Schiss vor dem Herrn Ewald L. (Täter). Dass er sich von dem Herrn Ewald L. bedroht fühle. Er ist doch Sportschütze! Es gibt noch weitere Ausführungen von meinem Bruder. Diese und auch die weiteren Ausführungen lassen das Telefongespräch mit dem Polizeibeamten noch wahnsinniger werden.


Bürger:       Wie wird bei der Polizei reagiert, wenn ein Mensch um Hilfe bittet? Die Hilfe wurde meinem Bruder verwehrt. Die Tat hätte durch diesen Anruf verhindert werden können.  

 


 Hier gehts zur Handyaufzeichnung

ecki-maydaymayday.de